Stundenlohn der Mutter
Eine Mutter kommt spät von der Arbeit nach Hause. Ihr 5 jähriger Sohn ist noch wach und wartet auf sie an der Tür.
Sohn: „Mama, darf ich Dich was fragen?“
Mutter: „Ja natürlich mein Sohn.“
Sohn: „Mama, wie viel verdienst Du in der Stunde?“
Mutter, etwas verärgert: „Das musst Du doch nicht wissen, warum stellst Du überhaupt so eine Frage?“
Sohn: „Ich möchte das unbedingt wissen, bitte sag mir wie viel Du in der Stunde verdienst.“
Mutter: „Wenn Du das unbedingt wissen musst, Ich verdiene etwa 15 Euro in der Stunde.“
Sohn: „Oh, das ist aber viel. …. Mama, kannst Du mir bitte 4 Euro borgen?“.
Mutter, ärgerlich: „Deine Frage ist so eigensinnig. Wenn Du nur wissen willst was ich verdiene um Geld auszuborgen finde ich das unerhört. Du hast schon so viele Spielsachen, was willst Du denn noch kaufen.“
Der Junge senkt sein Gesicht und geht traurig ins Zimmer.
Nach dem Duschen hat sich die Frau etwas beruhigt. Erst jetzt bemerkt sie dass sie ihren Sohn nicht einmal gefragt hat wofür er das Geld brauchen würde. Vielleicht möchte er wirklich was Sinnvolles kaufen, vielleicht ein Geschenk für eines der Nachbarkinder.
Vorsichtig öffnet sie die Tür zum Kinderzimmer. „Schläfst Du schon“ fragt sie ihren Sohn jetzt mit sanfter Stimme.
„Nein“ sagt der Junge, „ich bin noch wach und überlege wo ich die 4 Euro verdienen könnte.“
Mutter: „Entschuldige bitte, ich war vorher etwas ungeduldig, so kurz nach der Arbeit. Hier hast Du von mir die 4 Euro die Du ausborgen wolltest.“
Jetzt strahlt der Junge übers ganze Gesicht, holt unter seinem Bett ein Schachtel hervor, worin noch weitere 11 Euro zum Vorschein kommen.
Als die Mutter sieht dass der Junge bereits Geld hat wird sie fast wütend. „Wozu brauchst Du Geld wenn Du schon soviel davon hast?“
„Weil ich noch nicht genug hatte“ sagt der 5 jährige schnell, um einen Wutanfall der Mutter zu verhindern.
„Mama“ sagt der Junge ruhig aber bestimmt, „darf ich eine Stunde Deiner Zeit kaufen. Bitte komm morgen um eine Stunde früher nach Hause, ich möchte mit Dir zu Abend essen.“
Wie nach einer erfolgreichen Gehaltsverhandlung reicht der Junge stolz seiner Mutter die 15 Euro.
Der Mutter kommen die Tränen, schluchzend nimmt sie ihren Sohn in den Arm und bittet ihn um Vergebung.
(Diese Geschichte soll uns daran erinnern wie wichtig es ist Prioritäten zu setzen. Wir sollten nicht die Zeit durch unsere Finger laufen lassen, ohne Zeit mit den Menschen zu verbringen, denen wir am Wichtigsten sind.
Wenn wir morgen sterben, können wir in unserem Betrieb innerhalb ein paar Tagen ersetzt werden. Aber die Familie und Freunde die wir zurück lassen würden uns ihr Leben lang vermissen.)
Aus dem Englischen übersetzt von Leopold Kleedorfer. Leider keine weiteren Quellenangaben vorhanden.
